Von Bernhard Pötter

Fakten

Die Wissenschaft zum Klimawandel: Alle Berichte des UN-„Klimarats“ = Intergovernmental Panel on Climate Change, mit vielen Seitenthemen und Experten. Die Friedens-Nobelpreisträger von 2007 stellen sehr viel online, eine Fundgrube für Fortgeschrittene.

Die offizielle Webseite der Klimarahmenkonvention UNFCCC: Alle Infos rund um die Klimakonferenzen und Klimapolitik. Organisatorisches, offizielle Statistiken und Beschlüsse der UN-Gremien. Bei der Führung durch den Dokumentendschungel hilft die Pressestelle der UNFCCC in Bonn.

Die internationale Energie-Agentur IEA hat sich in den letzten Jahren von einer Koordinierung der Öl- und Kohlepolitik in den OECD-Staaten zu einer Mahnerin in Sachen Klimawandel entwickelt. Der jährliche World Energy Outlook ist das Standardwerk der internationalen Energiepolitik mit tiefen Einblicken in die Politik der einzelnen Staaten.

Der Emissionsrechner des World Resources Institute gilt als eine der besten Quellen zu Treibhausgasemissionen und Überblick über die einzelnen Länder.

Das Institut für Klima und Umwelt an der London School of Economics liefert ökonomischen Hintergrund des Klimawandels, Chancen und Risiken für die Wirtschaft etc. Geführt wird es von Sir Nicholas Stern, u.a. Autor des „Stern Reports“ von 2007 zu den wirtschaftlichen Aspekten des Klimawandels.

Meinungen

Eine der wichtigsten Adressen der US-„Klimaskeptiker“ als aggressiver Gegner von Wissenschaft und Freiheit der Forschung. Mit Vorsicht zu lesen, was Tatsachen angeht, gibt aber einen guten Überblick über den Stand der Debatte. Zu Finanzierung und Ausrichtung des Heartland Institut sollte allerdings gesondert recherchiert werden.

Die Klimaskeptiker und Anti-Ökos der deutschen Szene versammeln sich hier und kommentieren alles von Klimapolitik bis Energiewende. Auf der anderen Seite stehen Quellen wie

Dies sind drei Websites, die der Verwirrung durch die Klimaskeptiker die Antworten der Wissenschaftler entgegensetzen. Betrieben von Wissenschaftlern und finanziert von den Stiftungen Mercator und der „European Climate Foundation“, für schnelle Orientierung zu klimaskeptischen Kernthesen sehr hilfreich.

Die „Klimazwiebel“ will Wissenschaft und Skeptiker zur Diskussion bringen, ohne in Beschimpfungen zu verfallen. Die Debatten sind sehr interessant für Insider, manchmal ein bisschen zu speziell für die Allgemeinheit. Gute Anregungen gibt es auf jeden Fall.

Der Blog „Klimalounge“ von u.a. Stefan Rahmstorf, Klimawissenschaftler am PIK in Potsdam, der gern in politische und publizistische Debatten eingreift. Exakt geschrieben und engagiert vorgetragen.

Der Blog der grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung stellt Klimadebatten in den Zusammenhang mit Entwicklung der Schwellen- und Entwicklungsländer, internationaler Politik und Geostrategie. Dazu ein guter Überblick über die Debatten in der internationalen Klima- und NGO-Szene.

Geschichten

klimaretter.info
Engagiertes Nachrichtenportal für den deutschsprachigen Raum: News und Hintergründe zu Klima, Energiepolitik und Energiewende. Tagesaktuell und langfristig.

climatenewsnetwork.net
Nachrichtenportal und Ideenlieferant rund ums Klimathema von einer britischen Gruppe ausgezeichneter Umweltjournalisten. Ursprünglich gedacht als Anregung für englischsprachige JournalistInnen in Entwicklungs- und Schwellenländern, aber auch ein Fundus an journalistisch aufgemachten Studien und Entwicklungen. Ideenklau ausdrücklich erwünscht!

theguardian.com/environment
Weltweit die beste Umwelt-Berichterstattung, green journalism at its best. Geschichten, Meinungen, Studien mit scheinbar unerschöpflichen Ressourcen. Besonders zu beachten in Zeiten von Enthüllungen (Wikileaks, Snowden etc) und aktuellen Konferenzen (Klimagipfel etc.) oder akuten Krisen.

Beitragsbild: ribarnica / Flickr.com / CC BY-NC 2.0

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