Entspannung, Sport und Erlebnisort – Wälder sind mehr als ein Stück Natur mit vielen Bäumen. Sie bieten Abwechslung, Abenteuer und laden ein, nicht nur die Umgebung zu erkunden, sondern auch sich selbst ein Stück näher zu kommen. Doch um Spannendes und Schönes zu entdecken, ist nicht gleich eine lange Reise notwendig, auch die Wälder in und rund um Darmstadt laden zu einer Entdeckungstour ein. Wir haben die besten Orte ausfindig gemacht und stellen sie in unserem Darmstädter Waldguide vor.

Darmstädter pflanzen eine „Erlebnisallee“

Auf der Suche nach einem Zeichen für einen besonderen Anlass? Das Forstamt Darmstadt bietet eine
außergewöhnliche Möglichkeit, ein besonderes Erlebnis zu „verwurzeln“: Entlang der Kalkofenschneise
findet zweimal jährlich eine Pflanzaktion statt. Hier können Bürger zum Spaten greifen und Ihren Erlebnisbaum pflanzen. Damit die Bäume gut gedeihen, sucht das Forstamt jedes Jahr die zum Standort passende Baumart aus. Jeder Baum erhält ein Schild mit Infos zu dem mit ihm verbundenen Erlebnis. 

Bergstraße: die „Deutsche Riviera“

Mit etwa 1600 Sonnenstunden im Jahr ist die Bergstraße ein beliebtes Ziel für Wanderer, Montainbiker und viele andere Naturfreunde. Die sogenannte „Deutsche Riviera“ erstreckt sich von Darmstadt in Hessen bis nach Heidelberg im Norden Baden-Württembergs. Sie ist auch ein Wein-Paradies, gerade für Riesling oder Spätburgunder-Liebhaber. Besucher können sich auf jede Menge Wanderpfade, Weinberge und alte Schlösser entlang freuen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Internationale Waldkunstpfad

Auf 3,3 Kilometern, vom Böllenfalltor bis zur Ludwigshöhe, erstreckt sich der „Internationale Waldkunstpfad“ in Darmstadt. Seit dem Jahr 2002 veranstaltet hier der Verein für Internationale Waldkunst e.V. zudem alle zwei Jahre einen Walderlebnispfad, indem die Arbeitsprozesse von eingeladenen Künstlern beobachtet werden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschichte pur: das Felsenmeer

Das Felsenmeer in Lauertal-Reichenbach ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Odenwald. Es handelt sich um eine steiler abfallende, flächendeckende Felsenlandschaft, die durch Gesteinsverwitterung entstand und über 500 Millionen Jahre alt ist. Das Felsenmeer wurde bereits von den Römern zur Steingewinnung genutzt. Heute ist es ein stark genutztes, überregional bekanntes Erholungsgebiet – mehr als 250.000 Besucher zählt Südhessens wichtigstes Ausflugsziel jährlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktionspfad auf der Burg Frankenstein

Rund um die Burg Frankenstein bei Nieder–Beerbach führt ein drei Kilometer langer Waldpfad, der verschiedene Erlebnisstationen hat. So können Besucher etwa den Geräuschen des Waldes über einen Hörtrichter lauschen oder bei einem spannenden Waldquiz rätseln. Wer den Waldboden einmal hautnah spüren möchte, sollte sich den Barfußpfad nicht entgehen lassen: Steine, Sand und Holz sorgen hier für eine kostenlose Fußmassage. Bereits seit 1998 gestaltet der Walderlebnis Frankenstein e. V. den Erlebnispfad.

Hoch hinaus am Herrgottsberg 

Der Herrgottsberg liegt im Süden Darmstadts und beeindruckt mit
wilden Felsformationen, die sich unvermittelt aus dem Wald erheben. Schon Goethe hat hier gedichtet.
Und viel andere Geschichten und Sagen lassen sich erzäheln, so etwa der Teufel, der hier bezwungen
worden sein soll. Deshalb heißt ein Stein „Teufelskralle“ – der Felsbrocken an dem man die Krallen
des Teufels zu sehen sein soll.

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mystischer Steinkreis an den Scheftheimer Wiesen

Bei Steinkreisen denkt man direkt an England oder die Bretagne. Doch auch in Deutschland sind die
mystischen Steine zu finden, etwa im Naturschutzgebiet „Scheftheimer Wiesen.“ Die Menhiranlage
von Darmstadt ist einmalig in Hessen. Entdeckt wurde der Steinkreis 1966/67 von dem Roßdorfer Heimatforscher Heinrich Gunkel. Die magisch anmutende Anordnung ist Mitte des sechsten bis Ende des dritten Jahrtausends vor Christus entstanden. Wer selbst die besondere Stimmung im Steinkreis auf sich wirken lassen möchte, tut das am besten bei einem Spaziergang durch die „Scheftheimer Wiesen“ – und wirft einen Blick auf die spannende Infotafel.

Sportlich im Kletterwald

Direkt am Hochschulstadion und am Böllenfalltor liegt der Darmstädter Kletterwald. Seine einzelnen Parcours sind in verschiedene Altersklassen und Schwierigkeitsgraden eingeteilt. Kletterfreunde können sich bei Höhen zwischen einem und dreizehn Meter austoben. Nach der Ausgabe der Sicherheitsausrüstung gibt es eine kurze Einweisung – und schon kann der Kletterspaß beginnen. Die Preise liegen bei rund 13 Euro pro Person.