Im Rahmen des Praxisprojektes Grüner-Journalismus finden verschiedene Forschungen statt, deren Ergebnisse komprimiert auf dem Portal sowie, wenn sinnvoll, in Fachpublikationen der Journalistik eingebracht werden. Zum einen gibt es thematisch angebundene Bachelorarbeiten  in den journalistischen Studiengängen der Hochschule Darmstadt. Dazu kommen größere Studienprojekte sowie Masterarbeiten im Rahmen des Masters „Medienentwicklung“ der Hochschule Darmstadt. Eine Liste der relevanten Abschlussarbeiten findet sich hier.

Es liefen bereits BA-Projekte zu Themen wie Medien und nachhaltige Mode, Vegetarismus in der Presse, Berichterstattung über Bio-Landwirtschaft, kurzen Erzählformen in Umweltmagazinen, kindergerechte TV-Formaten zu Themen der erneuerbaren Energien oder die mediale Darstellung von Fledermäusen, Elchen sowie des Postwachstumsthemas samt Blog dazu . Praktikantin Lena Kasper evaluiert in ihrer Masterarbeit gar das gesamte Projekt. Hinzu kommen eigenständige größere wissenschaftliche Projekte des Teams; derzeit vor allem das Forschungsprojekt „Neues Erzählen: Klimageschichten“ zu Klimawandel und Storytelling im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „Journalistische Ökologie“ (siehe unten).

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Diese eigenen Projekte sind Teil der umfangreichen Aktivitäten der Hochschule Darmstadt im Themenfeld Nachhaltigkeit, zu denen ein vielgliedriger Lehrschwerpunkt Nachhaltigkeit in den Sozial- und Kulturwissenschaften ebenso gehört wie einzelne Studienangebote, so z.B. der Studiengang nachhaltige Siedlungsplanung, das Modul Umwelt- und Nachhaltigkeitspsychologie in der neuen Wirtschaftspsychologie oder der Master „Risk Assessment and Sustainability Management. Daneben publizieren die Projektmitglieder von Grüner-Journalismus Einzelartikel in Fachmedien zu praktischeren Fragen des grünen Journalismus.

A. Forschungsschwerpunkt Journalistische Ökologie

Die Fachdiskussion im Rahmen des Projekts Grüner-Journalismus.de gab Anstoß für den Aufbau eines anwendungsorientierten Forschungsschwerpunktes Journalistische Ökologie an der Hochschule Darmstadt. Ziele sind eine theoriegeleitete Bestandaufnahme von journalistischen Vermittlungsansätzen zu ökologischen Themen, Perspektiven ihrer professionellen Weiterentwicklung und Transfer der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die journalistische Praxis.

Inhaltlich steht der Titel Journalistische Ökologie nicht nur für die Forschungsperspektive journalistischer Vermittlungsansätze, sondern auch für ein journalistisches Fachverständnis der zentralen ökologischen Themenfelder im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung (Grundwissen, Recherchekompetenz und kontroverse Wertmaßstäbe – z.B. zu Klimawandel, Postwachstum oder Work-Life-Balance). Die Fokussierung auf Journalismus ermöglicht eine fachliche Abgrenzung zu anderen Formen der Öffentlichkeit zu ökologischen Themen (z.B. durch PR, Marketing oder User/Peer Groups) und die Untersuchung spezifischer Anforderungen und Wechselbeziehungen zwischen journalistischer Publizistik und Öffentlichkeit in ausdifferenzierten demokratischen Gesellschaften. Journalistische Ökologie als Themenfeld bietet aber auch Forschungsperspektiven zu der Frage, welchen ökologischen Kriterien Medienkommunikation selbst unterliegen könnte – im Sinne einer Fachdiskussion zu Kommunikationsökologie, die als Begriff neu geschärft und wieder vestsärkt in Fachdiskurs eingebracht werden soll.

Die Rahmenbedingungen erfordern ein pragmatisches und schrittweises Vorgehen. Einzelne Bausteine entstehen durch Forschungsansätze einzelner Professoren (Forschungssemester oder Deputatsreduzierungen), andere in kleinen Drittmittelprojekten (wie z.B. für Grüner.Journalismus.de finanziert durch die Stiftung für Verantwortung) und mit Unterstützung von wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden. Das nachfolgend skizzierte Programm lässt sich nur umsetzen, wenn diese Mindestbedingungen erfüllt sind. Andererseits bietet das Forschungsprogramm auch Perspektiven für die Beantragung größerer Drittmittelprojekte. Der Forschungsschwerpunkt ist offen für die Kooperation mit externen Forschern und Institutionen. Ansätze für einen möglichen Forschungsverbund ergeben sich vor allem aus dem Projekt Grüner.Journalismus.de. Themenfelder und Projekte im Forschungsschwerpunkt „Journalistische Ökologie“ sind derzeit:

B. Grüner-Journalismus: Forschungsanbahnung (Netzwerk, Expertenwissen), 2013-2015

Bestandsaufnahme und laufende Recherchen zum Thema: Wissenschaftliche Grundlagen, journalistische Vermittlungsansätze, Grundwissen und Recherchekompetenz in ausgewählten Themenfeldern – Fokus: Kommunikatorforschung mit Sekundäranalysen, Expertenaustausch (Wissenschaft und Praxis) und erster Transfer im Rahmen von Grüner.Journalismus.de seit 2014. Es kam in diesem Rahmen neben einem Forschungssemester (Peter Seeger 2012) zu vielen Experteninterviews, Gastbeiträgen, Beiratssitzungen, journalistischen Wettbewerben und Fachdebatten, die insgesamt ein großes Fundament für weitere Forschungsschritte bieten.

C. Forschungprojekt „Klimageschichten“, 2015-2018

Leitung: Prof. Dr. Torsten Schäfer

„Klimageschichten“ ist am Institut für Kommunikation und Medien (ikum) der Hochschule Darmstadt angesiedelt. Das Projekt stützt sich auf den Ansatz der „journalistischen Kulturen“, da es in Fallstudien die klimajournalistischen Kulturen Deutschlands, Vietnams, Norwegens sowie den journalistischen Umgang der indigenen skandinavischen Sámi mit dem Metathema des Klimawandels anhand verschiedener Methoden explorativ und qualiativ analysiert. In das größte, auf Deutschland bezogene Teilprojekt flossen Erkenntnisse aus Masterarbeiten und Semesterprojekten mit ein.

Die Auswahl der politisch und kulturell stark unterschiedlichen Vergleichsfälle erfolgte im Sinne eines „most different system design“, was die politischen Systeme angeht, die Demokratie (Deutschland und Norwegen), Diktatur (Vietnam) sowie in Teilen regionale Selbstverwaltung (Samen) umfassen. Mit Sápmi, dem Land der Samen in Skandinavien, und Vietnam wurden zudem eine arktische und eine tropische Region gewählt (mehr zum Projekt gibt es hier zu lesen), die beide besonders stark von Klimafolgen betroffen sind. Die Forschungen zu Vietnam sind abgeschlossen und werden 2019 publiziert. Die Studien zu den Sami gehen ob ihrer Spezifika und Zugangshindernisse (Arbeiten vor Ort) weiter und werden mit journalistischen Arbeiten (erstes Beispiel 2017) sowie Lehreinsätzen in Skandinavien verbunden (siehe auch unten).

Viergliedrige Fragestellung

In einer viergliedrigen Fragestellung geht es im Projekt um die Suche nach kulturspezifischen Diskussionsmustern, Deutungsweisen, Darstellungsformen sowie Erzählstrukturen (Narrative) im klimabezogenen Journalismus. Die Länderstudien, von denen der Schwerpunkt auf Deutschland lag, werden einzeln analysiert, wobei die befragten norwegischen Medienakteure als Vergleichsgruppe mit den samischen Journalisten, auf denen der Schwerpunkt liegt, im letzten Teilprojekt von „Klimageschichten“ als ein skandinavischer Fall betrachtet werden. In einem letzten Schritt werden die Erkenntnisse zu diesen drei Erzählarenen vergleichend miteinander diskutiert.

Antworten geben im Projekt qualitative Studien, die sich teilstandardisierter telefonischer und persönlicher Interviews ebenso bedienen wie Feldforschungen mit ihren relevanten Instrumenten (Gruppendiskussion, narrative Interviews, teilnehmende Beobachtungen). Die Forschungen geschahen durch das Team von Grüner-Journalismus sowie im Rahmen der Methode des Forschenden Lehrens als Methodenübungen in Lehrseminaren sowie durch Masterarbeiten und Semesterforschungsprojekte an der Hochschule Darmstadt.

Deutsche Teilstudie beendet

Für das deutsche Fallbeispiel liegen die Forschungsergebnisse vor: Ausgewertet wurden die Ergebnisse von Gruppendiskussionen sowie von 16 Interviews mit freien und festangestellten deutschen, regelmäßig mit Klimathemen betrauten Umwelt- und Wissenschaftsjournalisten aller relevanten Mediengattungen, darunter einige Leitmedien. Den Journalisten wurden im Rahmen der teilstandardisierten Vorgehensweise im Zeitraum von 2015 bis 2017 15 gleiche Fragen gestellt (siehe unten die Übersicht), die von individuellen Fragen begleitet wurden. Ähnlich vorgegangen wurde bei acht Interviews im Teilprojekt „Reisende Journalisten und der Klimawandel“, dessen Publikation noch aussteht.

Storytelling-Definition

Bei allen methodischen Schritten wurde auf eine Definition von journalistischem Storytelling zurückgegriffen bzw. bei Nachfragen verwiesen, die an die Grundlagen aus dem Praxis-Standardwerk von Marie Lampert und Rolf Wespe angelehnt ist, wonach journalistisches Erzählen auf den drei Kernelementen Ort, Protagonist („Held“) und Handlung besteht.

Hinzu kommt die Ebene einer Faktizität im Sinne eines grundlegenden informativen Kontextes für jede Art des journalistischen Erzählens, das sich auch dadurch von anderen Formen des Storytelling oder Erzählens (beide Begriffe werden im Projektkontext gleichbedeutend verwendet) etwa in der Werbung oder im Theater unterscheidet. Daraus wurde im Projekt die Definition für journalistisches Erzählen abgeleitet als „localised process (place) of showing the development (action) of a character (protagonist) in a factual framework (journalism).“ Die drei Grundelemente charakterisieren jede komplette journalistische Erzählung, wobei sie in verschiedener Relation und Stärke zueinander auftreten und dadurch auch verschiedene Typen von Erzählungen ausbilden. Die Narratologin Nora Berning hat journalistische Reportagen untersucht und unterteilt sie ebenfalls nach den drei Grundelementen des Protagonisten, der Handlung und des Ortes oder Raums. Nach ihr gibt es daher verschiedene Reportagesorten mit den Schwerpunkten „Porträt“, „Event“ und „Milieu“.

Projekt „Klimageschichten“: Abgeschlossene Teilstudien und Masterarbeiten

# Wärmedämmung: In dem ersten deutschen Teilprojekt von „Klimageschichten“ werden die Berichterstattung über Klimawandel in Deutschland am Fallbeispiel der Debatte über mit Inhaltsanalysen und Leitfadeninterviews untersucht. Diese Arbeit führt Jasmin Krenzer durch, Grüner-Journalismus-Praktikantin im Wintersemester 2015/16 und Studentin des Masters Medienentwicklung an der Hochschule Darmstadt. Sie hebt in ihrer Fragestellung die Bedeutung narrativer Techniken in der Debatte zu Energieeffizienz und Wärmedämmung hervor.

# Reisende Journalisten und Klimawandel: Im Zuge des Seminars „Reisejournalismus“ interviewen Onlinejournalismus-Studierende reisende Journalisten und Reisejournalisten zu erzählerischen Formen und der Bedeutung von Umwelt- und auch Klimabezügen in ihrem Ressort. Theoretisch müssten „grüne“ Aspekte in dieser bisher unbeleuchteten ökologischen Erzählarena eine große Rolle spielen; vermutlich auch besonders unter erzählerischen Gesichtspunkten. Die Publikation der Teilstudie steht noch aus.

# Windkraftkommunikation: Als weitere Teilstudie starteten im April 2016 Stella Lorenz, Francine Heidt und Clara Hechler, drei Studentinnen des Masters „Medienentwicklung“, ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Windkraftkommunikation. Das Team untersucht quantitativ wie auch insbesondere qualitativ die Berichterstattung und Deutungen („Frames“) zur Windkraft in ausgewählten hessischen Medien. Die Debatte hierzu wird, ähnlich wie bei der Wärmedämmung, teils hitzig und emotional geführt, was sie aus wissenschaftlicher Perspektive besonders interessant macht. In einem zweiten Schritt analysierte die Gruppe daher mittels Leitfadeninterviews und inhaltlichen Kategorien die Website sowie Kommunikationsstrategie der Windkraftgegner von „Vernunftkraft“, die bundesweit ein wichtiger Akteur geworden sind. Die Ergebnisse der Studie flossen in Medienseminare ein und wurden in Form von Folienvorträgen festgehalten.

Ausstehende Studien

# 2017-2020: Seit dem Sommersemester 2018 nehmen wir am Forschungsprojekt „Sustelling“ der Universität Lüneburg als Verbundpartner teil. Es geht hierbei um die Erforschung der Wirkungsweise von Storytelling in der Nachhaltigkeitskommunikation. Junge Zielgruppen werden u.a. narrative und nicht-narrative Beiträge vorgelegt, die u.a. in Studienseminaren des Masters Medienentwicklung produziert wurden. Im Vorfeld waren wir in das Forschungsdesign, die Projektdefinition von Storytelling und die Recherche der Ausgangsmaterialien eingebunden. Die unterschiedliche Aufnahme beider Textsorten wird wiederum mit psychologischen Methoden von den Lüneburger Kollegen rund um den mittlerweile in Arizona arbeitenden Prof. Dr. Daniel Fischer erforscht, mit dem Prof. Dr. Torsten Schäfer schon seit 2012 zusammenarbeitet, u.a. damals als Mitarbeiter im Projekt „Initiative Nachhaltigkeit und Journalismus“ das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wurde. Stark eingebunden in diesen wahrnehmungspsychologischen Strang der Studie ist zudem Prof. Dr. Daniel Hanss, der an der h_da Umweltpsychologie lehrt. Mehr zum Projekt Sustelling gibt es hier.

# 2019: Gemeinsam mit der OsloMet-University findet 2019 eine Strukturanalyse von Story-Plots und fertigen Reportagen aus dem Klimajournalismus statt. Prof. Dr. Torsten Schäfer und Prof. Andreas Ytterstad interessieren sich für die inhaltliche Aufbereitung klimajournalistischer, erzählerischer Ansätze, die in Lehrkursen an beiden Hochschulen (siehe Beispiele für Oslo und Darmstadt) bereits seit mehreren Jahren unterrichtet werden. Das hierbei entstandene Material wird inhaltsanalytisch untersucht u.a. im Hinblick auf Narrative und gestalterische Elemente. Die Ergebnisse werden u.a. in der Forschungsgruppe Media Climate diskutiert und in den dort initiierten Aufbau einer internationalen Lernplattform für Umwelt- und Klimajournalismus eingebracht.

Klimageschichten – Publikationen im Projektkontext

Hier sind aktuelle Publikationen (ab 2015) gelistet, die im Forschungskontext entstanden sind:

  • Geplant: Nachhaltigkeit als journalistischer Auftrag und mediale Metageschichte. Überlegungen im Kontext aktueller Forschungsergebnisse zur Narrativität des deutschen Klimajournalismus. In: Zemanek,Evi/Kluwick,Ursula (Hg.): Nachhaltigkeit – interdisziplinär. Konzepte, Diskurse, Praktiken. Ein Kompendium. Böhlau-Verlag 2020.
  • Fischer, Daniel/Schäfer,Torsten/Borner, Joachim: Narrations of Sustainability: How to Tell the Story of the Socio-Ecological Transformation. In: GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society, 27 (3), pp. 334-336
  • Natürliche Chancen. Special zu nature writing und Journalismus. Medium Magazin 11/2018, S. 58-63.
  • Geschichten als Chance. Erzählformen im Umweltjournalismus. In: Politische Ökologie 152/2018, „Grüntöne. Die Medien und die Große Transformation“ , S. 83-90.
  • Peter Seeger, Torsten Schäfer: Slow Media – Ein Beitrag zur medialen Nachhaltigkeit. In: Politische Ökologie 152/2018, „Grüntöne. Die Medien und die Große Transformation,“ S. 106-112.
  • Klimageschichten – Zukunft denken. Ein journalistisches Begleitprojekt. In: Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.): Klimapolitik der nächsten Generation. Ergebnisse einer jungen Ideenwerkstatt als Jugendbeteiligungsprojekt zur COP23 S. 34-35. URL: https://www.fes.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=31426&token=f4eaa6fe4c8ea64331195603ead85fc2d7f6b669
  • Grüner Journalismus – Zum Spannungsfeld zwischen Neutralität und Transformation. Tagungsband zur Konferenz „Große Transformation und die Medien – Alternativen zum Wachstum als Leitbild der Kommunikation“. 10. bis 11. Juli 2017 , Evangelische Bildungsstätte auf Schwanenwerder in Berlin.
  • Die Rolle von Umweltpublikationen. Die grünen Seiten der Transformation.  Politische Ökologie 150/2017, S. 63-68.
  • Storytelling und Klimawandel: Chancen und Grenzen der Darstellungsstrategie im Kontext von hochkomplexen Themen wie dem Klimawandel. Beitrag für ein Sonderheft der Reihe UmweltWirtschaftsForum, VS Springer, 2017 (Hrsg. Alexander Mouchnik/Lars Rademacher).
  • Gutes Klima braucht Geschichten. Medium Magazin 11/2016, Special Umwelt + Nachhaltigkeit. S 46-51.
  • Storytelling und Klimawandel: Klimageschichten statt Statistik. Fachjournalist online, 15.6.2016. URL: http://www.fachjournalist.de/storytelling-und-klimawandel-klimageschichten-statt-statistik
  • Von Berichten zu Geschichten. Zu den Storytelling-Formaten. In: Achenbach, Anja et. al. (Hrsg.): Good Practice. Reader für guten Nachhaltigkeitsjournalismus. Eine Publikation der Initiative Nachhaltigkeit und Journalismus. VAS Verlag 2015, S. 17-23.
  • Wie es grünt in den Medien. Special Nachhaltigkeit. Medium Magazin 11-2015, S. 56-58. Journalistisches Rollenverständnis: eine Frage der Haltung. In: Fachjournalist, 17.11.2015, URL: http://www.fachjournalist.de/journalistisches-rollenverstaendnis-eine-frage-der-haltung

D. Vertiefung: Theoriebausteine und Fallstudien, ab 2016

Hier werden kürzlich abgeschlossene Forschungen und vor allem mögliche ausstehende Schritte skizziert, die Teilaspekte des noch näher zu bestimmenden Konstruktes „Journalistische Ökologie“ umfassen. Daher kann diese Liste auch sehr gut als Anregung für Abschlussarbeiten dienen; derzeit laufen bereits Abschlussarbeiten zu diesbezüglich relevanten Themen wie etwa „Lösungsjournalismus“.

  • Zeit- und Wertemuster in der Produktion und Nutzung journalistischer Medien. Slow Media als mögliches Leitbild. (Peter Seeger, 10/2015 – 4/2016)
  • Zusammenfassung eines Praxistheorieentwurfes „Journalistische Ökologie“ als Bestimmungsfeld für qualitätsjournalistisches Handeln
  • Eine Serie von fünf bis acht Leitfadeninterviews mit Literarischen Journalisten wäre zu planen, die etwa bei ZEIT, GEO, Süddeutscher Zeitung oder der taz arbeiten. Sie benutzen bereits avancierte, neue Erzähflormen und können damit auch in Krisenzeiten Erfolg schaffen, so zumindest ein Ergebnis der Dissertation von Tobias Eberwein. Wie ist hie die mögliche Verbindung zu grünen Themen? Dies wäre ebenfalls die Frage neben den großen Blöcken zu Storytelling allgemein sowie dem Forschen nach dem Rollenverständnis und der Haltung dieser Kollegen. Auch hier gibt es bereits Kontakt zu mehreren Kollegen
  • Neue Erzählformen im Magazinjournalismus – ein Überblick ausgehend vom Feld der Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichterstattung. Hierzu liegen erste Ansätze vor.
  • Vorbild USA? Umweltjournalistischen Strukturen in den Vereinigten Staaten.
  • Datenjournalismus und Energiewende – Realisierung eines Online-Portals
  • Wie grün sind wir? Eine Analyse der Rollenselbstbilder von Umwelt- und Wissenschaftsjournalisten (Interviews, Fragebogen)
  • Alles umsonst? Analyse und Konzeption: Finanzierungsmodelle für wissenschaftsjournalistische Aus- und Weiterbildungsprojekte.
  • Skandinavien: Bestandsaufnahme der staatlichen Systeme zur Pressförderung und Erhalt der Vielfalt mit der Frage der Übertragbarkeit auf Deutschland.
  • Indigener Journalismus, Skandinavien: Situationsbeschreibung des Journalismus der indigenen Sámi.
  • Literarischer Journalismus: Wie lässt sich das Literaturgenre nature writing für den Journalismus handhabbar machen.
  • Reformen: Welche Auswirkungen haben journalistische Rechercheportale wie Mediendienst Integration, Klimafakten.de oder Grüner-Journalismus auf die Berufspraxis?