
Warum wir Klimageschichten erzählen wollen
Nach den Dreharbeiten für die Dokumentation „Before the flood“ überwog bei Leonardo di Caprio der Optimismus. Zwei Jahre lang war er um die Welt gereist, um mit Forschern, mit Unternehmern und Politikern über den Klimawandel zu sprechen. Danach sagte er: „Alles, was ich auf meinen Reisen gesehen habe, zeigt uns, dass wir die Möglichkeit haben, die Zerstörung zu stoppen.“ Damals wusste DiCaprio noch nicht, dass wenig später ein Mann die Vereinigten Staaten regieren wird, der den Klimawandel als „hoax“ bezeichnet. Als Schwindel. Und dass dieser Mann nach einigen Monaten an der Macht aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen würde.
Bei unserer ersten Redaktionskonferenz haben wir uns im Herbst vergangen Jahres „Before the flood“ angeschaut. Von Optimismus war im Seminarraum 116 auf dem Mediencampus in Dieburg danach nichts zu spüren. Di Caprios Ansatz stellte dennoch niemand in Frage: Wer etwas gegen den Klimawandel tun will – wenn auch im kleineren Stil – der muss rausgehen und mit den Menschen sprechen, die davon betroffen sind. Wir fühlten uns bestärkt, als Journalisten genau das zu tun.
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