Geschichten von Sein und Stein: Wie internationale Künstler mit dem Rhein arbeiten

Ich bin in diesen Tagen mit Künstlern des Global Nomadic Art Projects unterwegs, die für mehrere Wochen an Bergstraße und Odenwald mit Natur und Landschaft arbeiten. Ich schreibe für ein poetisches Wasserbuchprojekt ein Kapitel darüber, was der Rhein mit ihnen macht, denn sie sollen mit ihm arbeiten. Hier starten wir am Naturschutzgebiet Kühkopf; Jutta Weber vom Unseco-Geopark führt die Gruppe in die Geologie des Rheins ein.
Im Umweltbildungszentrum lernen wir den Rhein und Altrhein von oben kennen; das Gebiet ist eine der letzten großen Auenlandschaften Deutschland und vermittelt ein Urwaldgefühl, das ich sonst in keinem anderen Wald erlebt habe.
Die farbigen Flächen dieses Modells zeigen an, wie weit sich der Rhein hier im Ried früher bei Hochwasser ausdehnen konnte. Neben dem heutigen Rhein floss übrigens sehr viel früher der Neckar – ein Beleg für die geologische Lebendigkeit der Flüsse.
Die Künstlergruppe hatte nach einer Kanufahrt am Altrhein an der Gernsheimer Hammerhaue drei Stunden Zeit, um mit Flussmaterialien Kunstwerke zu schaffen, die sie dann wieder zerstören, wohl aber aufnahmen und filmten für die große Ausstellung am 2.9. im Internationalen Darmstädter Waldkunstzentrum. Ich habe sie beobachtet und mir viele Gedanken gemacht, inwieweit Kunst die Umweltvermittlung bereichern kann. Ich glaube, der Umweltjournalismus und die Umweltvermittlung generell sollten sie viel stärker mit einbeziehen. Dazu gab es auch eine Podiumsdiskussion am nächsten Tag.

 

 

 

 

 

 

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