SWP-Analyse: Politische Blindheit für Rohstoffrisiken

Steigender Verbrauch: Die Autoren der SWP-Studie warnen vor einem Mangel an Wasser, Nahrung und Energie (Quelle: Tekke/ CC BY-ND 2.0)
Steigender Verbrauch: Die Autoren der SWP-Studie warnen vor einem Mangel an Wasser, Nahrung und Energie (Quelle: Tekke/ CC BY-ND 2.0)

Von Jonathan Linker

Die Analyse der Berliner Denkfabrik heißt „Der »Nexus« Wasser-Energie-Nahrung – Wie mit vernetzten Versorgungsrisiken umgehen?“. Sie sieht nicht nur steigende Risiken in den einzelnen Sektoren, sondern erkennt stärkeres Konfliktpotenzial durch die Wechselwirkungen der drei Risiken. Und sie weist immer wieder auf Gefahren hin, die durch fehlende internationale Zusammenarbeit entstehen: Für eine deutlich bessere Ressourcennutzung seien etwa grenzüberschreitende Nachhaltigkeitskonzepte nötig, fordern die Autoren.

Und sie empfehlen auch veränderte Preismodelle: „Preise für Energie und Wasser ließen sich etwa sozial staffeln, so dass auf Basis eines Sockeltarifs jeder Privathaushalt ein günstiges, an der Haushaltsgröße orientiertes Kontingent für den Grundbedarf beziehen würde.“

Der SWP-Studie vorausgegangen war der Bericht „Globale Risiken 2012“ des schweizerischen Weltwirtschafsforums. Mehr als die Hälfte von 469 befragten Experten hatten die Felder Wasser, Energie und Nahrung als besonders drängend eingestuft, woraufhin die SWP die Themen für ihre Studie zur Grundlage erhob. Die international als World Economic Forum bekannte Schweizer Stiftung befragte hierzu führende Vertreter aus Industrie und Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Zur Studie: http://www.swp-berlin.org/de/publikationen/swp-studien-de/swp-studien-detail/article/vernetzte_versorgungsrisiken.html

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