Vier Baumarten dominieren den deutschen Wald: Eiche, Buche, Kiefer und Fichte, die in vielen Gebieten der häufigste Baum ist. Nicht aber in Darmstadt, dessen Wald wir im Projekt erkundet haben. Im Darmstädter Wald, der sich über rund 14.600 Hektar erstreckt und auf acht Forsrtreviere aufgeteilt ist, überwiegt der Laubholzanteil: Es gibt 42 Prozent Buchen, 27 Prozent Kiefern, 23 Prozent Eichen und nur acht Prozent Fichten. Rund die Hälfte, 51 Prozent, sind hessischer Staatswald, danach kommen 42 Prozent Kommunalwald und etwa sieben Prozent Privatwald.

Typisch Buche!

Die Blätter einer Buche

Die Buche kann bis zu 400 Jahre alt und 45 Meter hoch werden. Zum Vergleich: Der „Lange Lui“ am Darmstädter Luisenplatz ist 39,15 Meter hoch. Buchen sind sommergrüne Bäume, ihre Rinde ist grau und glatt, ihre Zweige dünn und gebogen. Die Baumgattung ist hauptsächlich in Europa, Nordamerika und Asien verbreitet, da sie ein wintermildes, sommerkühles, und feuchtes Klima braucht.

Als „Mutter des Waldes“ gilt die Buche deshalb, da ihre Bodendurchwurzelung zur Verbesserung des Waldbodens beiträgt.
Buchenholz ist gutes Brennholz, da es lange, hell, heiß und ruhig brennt. Aus diesem Grund ist es teurer als die meisten anderen Brennhölzer.

Was die Kiefer so kann

Kiefernnadeln

Die Kiefer zählt mehr als 100 verschiedene Arten, kann bis zu 700 Jahren alt und bis 40 Metern hoch werden. Ihr Holz hat eine rötliche Farbe und gilt als harzreich. Die Nadeln sind dünn, farblich blau-grün und spitz.

Kiefern haben für Temperatur, Boden und Wasser sehr geringe Ansprüche – sie können selbst in den kältesten Frostregionen der Welt Lebensräume finden. Aus diesem Grund zählt zu ihrem größten Verbreitungsgebiet fast die gesamte Nordhalbkugel.

Kiefernholz gilt in der Forstwirtschaft als das wichtigste Holz. In kalten Klimazonen kann es schnell wachsen und gilt insgesamt als sehr stabil und resistent gegen Schädlinge.

Die Eiche – der deutsche Nationalbaum

Die Deutsche Eiche

Eichen haben längliche Blätter, die am Rand eine Art Zacken haben. Sie sind sommergrüne Bäume. Bei dem Großteil dieser Baumart fallen die Blätter im Herbst ab. Aber aufgepasst: Die Früchte der Eichen, die „Eicheln“, sind für Menschen und viele Tiere giftig.

Das Holz der Eichen ist sehr belastbar und gut zu bearbeiten. Es wurde häufig zum Bau von Schiffen, Fässern oder Treppen verwendet – heute verwendet man Eichenholz für teure Parkettböden.

Im Volksmund sagt man, dass Eichen häufiger vom Blitz getroffen werden als andere Bäume „Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“ – diese Aussage wurde allerdings nie bewiesen und kann als reines Sprichwort verbucht werden.

In Deutschland haben Eichen einen symbolträchtigen Charakter, weshalb sie oft für Wappen verwendet werden, so zum Beispiel auf der Rückseite der letzten deutschen Pfennigstücke. Die Eiche symbolisiert Ewigkeit, da ein Eichenleben über 30 Generationen überdauern kann. In Deutschland gilt sie gemeinhin als der „Baum des Landes“ – der typische Nationalbaum.

Oh, Fichte!

Fichte im Winter

Fichten sind ein echter Dauerbrenner: Sie können bis zu 600 Jahre alt werden. Oft werden sie aber im Alter von 80-100 Jahren gefällt, da der Baum dann das meiste Holz hergibt.

Die Rinde der Fichte ist rötlich-braun und geschuppt. Fichten sind immergrüne und einstämmige Bäume, die zwischen 20 bis 60 Metern hoch werden. Der Stammdurchmesser beträgt im Durchschnitt etwa einen bis zwei Meter.

Auf der Nordhalbkugel zählen Fichten zu den wichtigsten genutzten Baumarten. Die Fichte liebt kühle Lagen, auch im Gebirge kommt sie gut zurecht. Verwendet wird ihr Holz vor allem zur Papier- und Zellstoffherstellung, als Bau- und Möbelholz und als Brennholz – oder zur Herstellung von Span- oder Faserplatten. Außerdem wird Fichtenholz als Klangholz verwendet – und ebenso als Boden oder Decke bei Tasten- oder Streichinstrumenten.

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