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Journalismus und Zeit: Ideen für den Umgang mit einem spannenden Stoff

Von Moritz Weigand und Martin Krauß

Zeit wird heute weltweit unterschiedlich wahrgenommen. Während in Industrienationen die Menschen das Gefühl haben, ihnen rennt die Zeit davon, haben manche Kulturen andere Zeitkonzepte entwickelt. Historisch gesehen ist die Zeit im Zuge der Industrialisierung zur Ware geworden, wodurch unser Handeln schneller getaktet wurde. Bisher wird das Thema Zeit allerdings nur in Special-Interest-Magazinen betrachtet, dabei lohnt es sich auch für Tageszeitungen, den Umgang mit der Zeit in unserer Gesellschaft journalistisch aufzubereiten.

“Remember that time is money”, diese Aussage von Benjamin Franklin bestimmt unser Leben und bringt uns dazu, den Tagesablauf streng mit der eigenen Armbanduhr sowie dem Terminplaner zu synchronisieren. Ein hierzu divergentes Zeitmanagement betreiben die Menschen in anderen Kulturen. Ein Beispiel:

„Die noch heute archaisch lebenden Bewohner der Andamanen-Inseln im Indischen Ozean […] brauchen keine genauen Angaben über das Wann und Wie lange. Wo sie leben, herrscht ein sehr gleichförmiges Klima. Die Temperaturen ändern sich das Jahr über kaum, die Tage sind im Winter nur etwas kürzer als im Sommer. […] Sie haben einen Kalender entwickelt, der sich an der Abfolge der jeweils vorherrschenden Gerüche von Bäumen und Blumen in ihrer Umgebung orientiert. So brauchen sie niemanden nach dem Datum zu fragen, sondern müssen nur tief einatmen und feststellen, welche Pflanze gerade blüht.“ (Quelle: GEOkompakt (2011): Das Rätsel Zeit. Ausgabe 6/2011, S. 96)

Mehr zu lesen gibt es beim ME-Blog des Studiengangs

 

Beitragsbild: Arjan Richter / Flickr.com / CC BY 2.0

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