Nature writing – neue Möglichkeiten für den Umweltjournalismus?

„In der englisch-amerikanischen Literatur hat sich im Laufe der letzten rund zweihundert Jahre ein Genre entwickelt, für das es im deutschsprachigen Raum weder eine Entsprechung noch einen Namen gibt: das nature writing . Den Beginn dieser Tradition markiert ein Buch, das Charles Darwin auf seinem Forschungsschiff HMS «Beagle» begleitet hat und das in Henry David Thoreaus Holzhütte am Walden Pond zu finden war: «The Natural History of Selborne» (1789) des englischen Pastors Gilbert White, eine Folge von 110 Briefen über die Flora und Fauna einer Gemeinde in Hampshire, die mit aufklärerischem Blick und lebendiger Darstellung um die kleinen Dinge der countryside bemüht war.

«Ich bin nichts; ich sehe alles»

Mit weitaus explorativerem Gestus führte sich das amerikanische Nature-Writing ein: In Reiseberichten wie denen von William Bartram (1791) wurden die neu entdeckten Landstriche stets mit einem Seitenblick auf ihre künftige Nutzbarmachung beschrieben. Denn für die ersten puritanischen Siedler war die Wildnis fast gleichbedeutend mit dem Bösen, und es bedurfte romantischer Vorstellungen, um der Natur Schönheit und Eigenwert zu verleihen. Erst die Ornithologen Alexander Wilson, John James Audubon und Thomas Nuttall verbanden in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts impressive poetische Momente mit sachlichen Beschreibungen.“

Mehr zu lesen gibt es in diesem wunderbaren Artikel aus der NZZ.

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