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Onkel Emma

© Melina Seiler
© Melina Seiler

Regionalität bei Onkel Emma

Im Februar 2019 haben Flo und Anna den Unverpacktladen „Onkel Emma“ in Bergedorf eröffnet. Gemeinsam mit vier Mitarbeiter*innen schmeißen sie den Laden. Neben dem Hauptaugenmerk – unverpackte bio Waren zu verkaufen – ist ihnen auch Regionalität sehr wichtig. Deshalb arbeitet Onkel Emma mit regionalen Anbieter*innen aus Hamburg oder den umliegenden Dörfern zusammen. Gründerin Anna sagt: „Teilweise sind das kleine Ein-Mann-Betriebe. Wir haben einen Bekannten, der hat Bienen und macht Honig selbst oder eine Frau, die Marmelade kocht“. In beiden Fällen erfolgt das Verkaufsprinzip mit der Gläserrückgabe.

Ein anderer lokaler Anbieter nennt sich „Deichgurke“ und verkauft sauer eingelegtes Gemüse aus eigener Produktion und Herstellung wie Gurken, Kürbis und Rote Bete bei Onkel Emma.

Auch die Produkte des Startups Hydrophil, das in Hamburg sitzt, gibt es bei Onkel Emma zu kaufen: Bambusartikel wie Zahnbürsten oder Seifensäckchen, auch wenn der Bambus natürlich nicht in Hamburg wächst.

Ein anderes Beispiel der Regionalität ist die Kooperation mit Mittendrin, einer Organisation, die mit Behinderten und Geflüchteten zusammenarbeitet. In einer Kreativwerkstatt upcyceln Frauen Produkte. Ihnen soll so dazu verholfen werden, in den Arbeitsmarkt zu gelangen. Gefertigte Produkte können beispielsweise Taschen, Seifensäckchen oder Obstnetze aus Stoffresten sein, die bei Onkel Emma verkauft werden.

Nachhaltigkeit bei Onkel Emma

Dass auch in einem Unverpacktladen manche Produkte verpackt geliefert werden müssen, lässt sich nicht umgehen. Bei Onkel Emma kommen die meisten Produkte in großen Säcken, die in der Regel aus Papier bestehen. Wenn Kunststoff genutzt wird, dann wegen der Hygienebestimmungen oder weil die Produkte nass sind. Immer mehr Waren, wie zum Beispiel Gewürze, werden in Pfandeimern oder auf Paletten geliefert. Der deutschlandweite Unverpacktverband probiert auf all diejenigen Lieferant*innen einzuwirken, die ihre Paletten noch mit Folie umwickeln.

Aktuell versuchen die Hamburger Unverpacktläden eine Art zentrale Lieferstelle einzurichten, wo Dinge hin geliefert werden sollen, die in verhältnismäßig kleinen Mengen geliefert werden. So wollen die Läden Lieferwege und Verpackungen sparen.

Adresse: Reetwerder 8, 21029 Hamburg

Homepage: www.onkelemma-unverpackt.de

 

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