Wir sind sehr gut darin, unsere Lebensmittel im Supermarkt einzukaufen. Doch nicht nur das: Wir sind es gewohnt, (fast) zu jeder Jahreszeit, jedes Nahrungsmittel verzehren zu können. Und sind wir einmal ehrlich, so genießen zumindest die meisten von uns die Angebotsvielfalt in den Obst- und Gemüseregalen, die sich – bei genauem Hinsehen – im Laufe des Jahres nur minimal verändert. Wollen wir unsere Lebensmittelversorgung regionaler und nachhaltiger gestalten, müssen wir deshalb in erster Linie eines ändern: Unsere Ernährungsgewohnheiten. Doch wo genau fangen wir an? Am besten in den eigenen Küchen und Kühlschränken.

Mit unserem Beitrag möchten wir euch zwei Möglichkeiten aufzeigen, wie ihr einfach und vor allem lecker einen Teil zur Selbstversorgung in der Großstadt beitragt. Die Stichworte hierfür lauten: Saisonal kochen, also den eigenen Speiseplan an die Jahreszeiten anpassen. Und: Methoden des Haltbarmachen nutzen, das heißt saisonal und regional verfügbare Lebensmittel so bearbeiten, dass sie zu späterem Zeitpunkt verzehrt werden können. Einkochen, einlegen und trocknen wird hier ganz groß geschrieben. Die Gründe dafür sind denkbar einfach: Wer nach saisonalen und regionalen Rezepten kocht, vermeidet lange Transportwege und damit verbundene Umweltbelastungen. Kommt auf den Teller, was gerade Saison hat, genießen wir außerdem nicht nur erntefrisch, sondern unterstützen lokale Landwirte. Wer frisch geerntetes Obst und Gemüse zusätzlich mit der passenden Methode haltbar macht, profitiert zu jeder Jahreszeit ohne schlechtes Gewissen der Umwelt gegenüber von der Vielfalt in der heimischen Küche. Wo es in Hamburg Obst und Gemüse, Milchprodukte, aber auch Fleisch und Fisch aus der Region zu kaufen gibt, kann man hier nachlesen.

Die Rezepte orientieren sich an einem für Deutschland gültigen Saisonkalender. Nicht alle Zutaten und Lebensmittel lassen sich jedoch saisonal und regional beziehen. Während Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Basilikum mit ein klein wenig Aufwand und der richtigen Pflege auch im eigenen Garten angepflanzt werden können, müssen wir bei Salz oder Olivenöl auf Importe aus dem Ausland zurückgreifen. Doch auch hier können wir möglichst nachhaltig handeln, indem wir statt Produkte aus China, Varianten unserer europäischen Nachbarn verwenden. Das Motto lautet daher: Nicht verzichten, sondern bewusst kochen und die eigene Ernährung auf das saisonal verfügbare Angebot abstimmen. In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken!

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