Tierfilmer und TV-Moderator Dirk Steffen in der Savanne (Foto: Oliver Roetz)

Herr Steffens, was genau war der Auslöser, diese große Artenschutzkampagne zu starten; sie arbeiten zu dem Thema ja schon lange als Journalist und Filmemacher?

Es war nicht das eine große Erlebnis, sondern ich mache den Job als Tierfilmer und Wissenschaftsjournalist seit einem Vierteljahrhundert. Mit der Zeit stellte ich fest, wie schlecht es der Natur in vielen Bereichen geht. So vor zehn Jahren wurde es akut. Ich habe es da nicht mehr ausgehalten, nur noch schöne Bilder zu zeigen oder so zu tun, als gehe es der Erde prächtig. Aber es war eine Entwicklung: In den ersten Jahre hatte ich bei Talkshows, Podiumsdiskussionen, Vorträgen, in Ministerien und anderswo oft die Stimme erhoben. Und wenn man das tut, dann zündet man unweigerlich, ohne es zu wollen, die zweite Stufe der Rakete: Wenn man zum journalistischen Mahner geworden ist, wird man immer häufiger gefragt: Und was machst Du? Du fliegst um die Welt, produzierst dabei Abgase und predigst hier Weltuntergang, das kann es ja nicht sein. Und so kam meine Frau auf die Idee, eine Stiftung für den Artenschutz zu gründen. Dann sucht man sich dafür Partner und dann fangen die Sachen an, eine Eigendynamik zu entwickeln, die mich mitgerissen hat.
 

Wie hat der Tierfilm bei Ihnen selbst angefangen, in der Jugend schon? 

Ja! Ich habe mit sechs Jahren einen Film von Bernhard Grzimek gesehen und gedacht: Das möchte ich auch machen. Aber es war zunächst eher die Faszination für den Lebensstil, den Naturfilmer haben: das Reisen, Entdecken, die Schönheit der Welt abbilden, Unbekanntes erforschen

Liegt in schönen Bildern nicht die Gefahr, dass man das Publikum damit beruhigt? 

Ich glaube nicht, dass schöne Bilder nur beruhigen – vielleicht die Seele in dem Moment. Aber man muss sich für ein Thema ja erstmal interessieren, um eine Bedrohung als solche überhaupt empfinden zu können. Als ich mit der BBC auf der „Blue Planet Tour“ durch Deutschland unterwegs war, kamen Zehntausende in die Hallen. Die gucken sich wunderschöne Bilder an. Aber am Ende der Show sprechen wir über Plastikmüll im Meer und die Bedrohung der Ozeane. Man braucht beides. Die Bilder haben die Funktion, Liebe und Faszination für die Natur zu wecken. Und in der zweiten Stufe muss der gute Naturjournalist dann die hintergründige und auch bedrohliche Wahrheit erzählen.

Aber ohne dies zweite Stufe kann so ein Film schon journalistisch abrutschen, zu sehr beschönigen. 

Das ist richtig. Und bis vor Kurzem – ich bin der Überzeugung, dass sich das geändert hat – war das auch die große Schwäche des Naturfilms. Wir Naturfilmer haben uns viel zu oft in der Schönheit und Faszination der Natur gesuhlt, ohne uns darüber hinaus gehende Gedanken zu machen. Auch bei Green Screen, Europas größtem Naturfilm-Festival, sehe ich als Festival-Leiter jedes Jahr Hunderte Filme aus der ganzen Welt. Und deshalb kann ich fundiert feststellen: Die Zahl der kritischen Umweltreportagen nimmt sprungartig zu. Den schönen „Postkarten-Naturfilm“ gibt es zwar auch noch, aber er wird seltener.

Sie sagen, Sie sind Naturfilmer, haben dann aber auch den Begriff des Journalisten verwendet. Wie ist denn das Engagement für eine Sache mit dem journalistischen Rollenverständnis vereinbar? 

Ich halte dieses klassische Rollenverständnis für eine überkommene, fast naive Vorstellung von Journalismus. Es wird immer der alte Satz von Hajo Friedrichsen zitiert: „Ein guter Journalist macht sich mit einer Sache nicht gemein, auch nicht mit einer guten.“ Das stimmt höchstens für Nachrichtenjournalismus – und ich war Nachrichtenjournalist beim Deutschlandfunk, ich weiß, wie Nachrichten funktionieren. Aber wenn irgendwo etwas Fürchterliches passiert, brauche ich doch eine grundlegende Haltung dazu. Und Haltung ist etwas anderes als Meinung! Ein Journalist ohne Haltung hat seinen Beruf verfehlt. Beispiel: Ein neuer Diktator ergreift in einem Land die Macht, es organisiert sich demokratischer Widerstand, die Regimekritiker werden verhaftet, vielleicht sogar getötet. In so einer Situation würde ich mich auch als Politikjournalist natürlich mit Freiheit und Demokratie „gemein machen“. Alles andere wäre unmoralisch. Wer sich nicht mit dem Guten gemein macht, steht schon halb auf der Seite des Bösen.

Und wie halten Sie es dann mit der vielfach geforderten Objektivität? 

Wenn Journalisten so tun, als könnten sie objektiv sein, dann ist das die erste Lüge ihres Berufs. Sogar Nachrichten-Journalisten haben ein Privatleben: Und da sind sie in Parteien engagiert, in Bürgerinitiativen aktiv oder treffen Wahlentscheidungen. Sie haben persönliche Überzeugungen, weil jeder Mensch die hat. Und es ist unmöglich, sie abzuschalten, wenn man eine Redaktion betritt. Die Hirnforschung, die moderne Wissenschaft, belegt einwandfrei, dass völliged Objektivität ein absolutes Ding der Unmöglichkeit ist. Als Journalist dennoch zu behaupten, man könne das, ist mindestens naiv. Wenn etwa einer sagt, Menschenrechte sind wichtig und der andere sagt, Menschenrechte sind überflüssig, dann ist es kein guter Journalismus, sich neutral in die Mitte zu stellen. Es ist keine Objektivität, wenn Sie sich zwischen Moderat und Extrem mittig einordnen. Sie sind dann nämlich schon den halben Weg zum Extremismus mitgegangen.

Ich teile Ihre Auffassungen. Aber diese Debatte ist nicht einfach! 

Ich habe mich daran auch lange abgearbeitet, aber inzwischen ist meine Überzeugung eindeutig.  Haltung heißt ja nicht, dass ich Fakten verdrehe oder Meinungsjournalismus betreibe. Aber ich bin natürlich für einen Zuschauer glaubwürdiger, wenn sie spüren, dass ich mich selber für Natur begeistere. Das mache ich spürbar, auch mit Absicht, weil es eben die Wahrheit ist. Und davon ausgehend rede ich dann mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen und versuche, mir ein faktisch korrektes Bild zu machen. Das darf trotzdem mit Haltung kombiniert sein. Die Klimadebatte ist ein Beispiel für naiven Objektivitäts-Journalismus: Obwohl es von Anfang an keine vernünftigen Zweifel an der menschlichen Verantwortung für die Erderhitzung gab, haben einige Medien lange versucht, objektiv darzustellen, dass es zwei Meinungen zum Klimawandel gäbe. Das war eine kolossale journalistische Fehlleistung, weil dadurch eine radikale Minderheit zumindest zeitweise den Eindruck erwecken konnte, es gäbe wissenschaftliche Zweifel an den Ursachen des Klimawandels. Bis heute glauben einige Menschen diesen Unsinn – weil schlecht informierte Journalisten es für objektiv hielten, Tatsachen, Verleugnern eine Plattform zu geben.

 

 

Das Konzept der Planetaren Grenzen des Stockholm Resilience Centres von 2009 zeigt, wo das Erdsystem über seine Grenzen hinaus belastet ist (Quelle: Stockholm Resilience Centre)

Kommen wir zurück zur Natur. Wie sehen Sie die Debatte zum Artensterben und zur Biodiversität in den deutschen Medien? 

Welche Debatte (macht eine Pause)? Im vergangenen Jahrzehnt hat ein Forschungsteam um Johan Rockström die planetaren Grenzen definiert, also ermittelt, wie sehr wir einzelne Erdsysteme dauerhaft belasten können, bis sie kollabieren. Schauen Sie sich mal an, wo die Belastungen am weitesten über die planetaren Grenzen hinausgehen – in der Biodiversität. Das größte Problem ist der Artenverlust, noch vor dem Klimawandel. Wenn er ungebremst weitergeht, wird zum Beispiel Landwirtschaft in Deutschland in wenigen Jahrzehnten, zumindest so wie wir sie kennen, nicht mehr möglich sein wird.  Das heißt, dass wir die Versorgung mit Nahrungsmitteln nicht mehr sicherstellen können. Wir reden über Krisen von unglaublichem Ausmaß. Und wir müssen das angehen. Dass es dazu keine Debatte gibt, ist ein unglaublicher Zustand.

Na ja. Zeitungen, Magazine und auch Sender berichten schon deutlich mehr über Insektensterben und Artenschutz als noch vor wenigen Jahren. 

Das hat schon eingesetzt, Sie haben Recht. Weil offenbar im Journalismus das Verständnis und das Bewusstsein für dieses Thema wächst, aber wir müssen uns einfach ranhalten. Die Debatte muss schneller in die breite Öffentlichkeit kommen. Und das Bienensterben ist ein schönes Beispiel dafür, dass das Grundverständnis teils immer noch fehlt. Denn es gibt ja gar kein Honigbienen-Problem. Es geht um andere Arten, Wildbienen etwa. Wir konzentrieren uns leicht auf diese Symboltiere. Aber wenn der Eisbär morgen ausstirbt, dann verändert das nichts. Es ist zwar sehr bedauerlich, aber es ist nicht systemrelevant, wie man im Bankendeutsch sagen würde. Unser Problem ist das massenhafte und gleichzeitige Aussterben von tausenden, meist kaum bekannten Tier- und Pflanzenarten. Dadurch bricht eventuell irgendwann das ganze Öko-System zusammen. Und dann fallen wir Menschen mit. Die Dimension dieses Problems ist in der breiten Öffentlichkeit überhaupt noch nicht verstanden worden.

Also sollten wir keinen symbolträchtigen Artenschutz mehr betreiben oder entsprechende Filme machen, sondern die Ökosysteme als Ganzes in den Blick nehmen? 

Für die hintergründige Debatte ja. Und auch in Diskussionen mit den Entscheidungsträgern ist der Ökosystemansatz richtig. Aber für die breite öffentliche Aufmerksamkeit gelten etwas andere Regeln. Kürzen, Vereinfachen und Dramatisieren ist in den Massenmedien völlig alltäglich. Das gehört zum Geschäft, um Geschichten konsumierbar zu machen. Deshalb ist die Idee, in der öffentlichen Debatte mit ikonischen Arten zu arbeiten, auch mit Einzelschicksalen, gar nicht falsch. Obwohl den Experten natürlich klar ist, dass es im Prinzip nicht um die einzelne Art, sondern um das ganze System geht. Wenn man den Eisbären wirklich retten möchte, muss man in letzter Konsequenz die Erderhitzung stoppen. Und die Überfischung. Und die Vergiftung der Meere. Pars pro toto also: Rettet den Eisbären und ihr rettet die ganze Arktis. Deshalb darf man diese Art ins Schaufenster stellen.

Und was halten Sie von der Idee, den ökonomischen Wert einer Art als journalistischen Ansatz zu wählen, also die Geschichte über die sogenannten „ökosystemaren Dienstleistungen“ zu erzählen, zu denen vereinzelt Studien vorliegen? 

Das ist nur halb gut. Es funktioniert zum Beispiel bei der Biene oder bei anderen Bestäubungsinsekten. Da gibt es ganz wunderbare Berechnungen, wie viel Milliarden pro Jahr die Dienstleistung wert ist. Das Problem bei dieser Inwertsetzung ist aber, dass wir für die meisten Arten keine Geldwerte finden. Weil es keine Studie gibt, oder es viel zu kompliziert wäre. Heißt das dann, dass wir diese Art durchaus sterben lassen können? Das ist die Gefahr bei der Inwertsetzung. Die funktioniert nur bei Arten, die direkt auf unseren Wohlstand und unsere Zivilisation einzahlen.

Das heißt Sie würden eher auf diesen Ansatz verzichten? 

Ich würde das bei Fluginsekten immer weiter benutzen, weil es dort ein praktisches Argument ist. Aber kein Allheilmittel in der Artenschutzdiskussion. Punktuell ja, allgemein nein.

Wie könnte man die Berichterstattung zu Arten und Natur verbessern, strukturell verändern?

Grundsätzlich müssen Journalisten Augen und Ohren, auch die Nase und die Tastsinne, scharf halten, damit wir sehen, wo die Themen sind, die die Menschen berühren. Ich kann mich genau erinnern, dass wir vor drei oder vier Jahren diskutiert haben, welche Arten wir in den Vordergrund stellen sollten, um die Öffentlichkeit aufzurütteln. Niemand hätte geglaubt, dass das mit Insekten funktioniert. Dann funktioniert das doch, weil die Öffentlichkeit in ihren Mechanismen eben komplexer ist als wir dachten. Auch hat niemand mit Greta Thunberg gerechnet bei der Klimadebatte. Diese Überraschungen zeigen, wie aufmerksam wir sein müssen – für unbekannte Heldinnen oder  vermeintlich unattraktive Protagonisten wie die Insekten. Wir können öffentliche Debatten als Journalisten nicht steuern, das ist auch gar nicht unsere Aufgabe. Aber wir müssen sie aufnehmen und dann die Fakten und Hintergründe dazu liefern.

Ich denke, es fehlt im Journalismus an Zeit für Reportagen, Nachrecherchen, lebendige und aufwendige Formate, die Arten und die Landschaften wirklich greifbar machen könnten. Was könnte man da tun? 

Schauen Sie sich mal das Volksbegehren für Artenvielfalt in Bayern an: Da wo Menschen direkte Lebenserfahrung einbringen können in ihre politischen Entscheidungen, da wird das Engagement ganz groß. Wenn es zu abstrakt und zu allgemein wird, dann wird es schwierig, sich dafür zu engagieren. Deswegen ist hier der Lokaljournalismus besonders gefordert, weil er den Biodiversitätsverlust vor Ort aufzeigen muss. Aber wir kennen alle die Schwierigkeiten, die in der regionalen Berichterstattung bestehen, den Lokaljournalismus, der nicht mehr richtig bezahlt wird, weil die wirtschaftlichen Möglichkeiten fehlen.

Wenn der Artenschutz ins Grundgesetz käme – Hauptziel Ihrer Arbeit – würde er in der Lokalredaktion vielleicht weiter oben auf die Agenda rücken. Was versprechen Sie sich noch davon?

Mit der Idee würde man Finanzmittel zur Verfügung stellen und Bund und Länder zur Zusammenarbeit zwingen. Und das ist ja das Entscheidende an der Grundgesetz-Idee: dass Bund und Länder dafür zusammenarbeiten müssen, als Gemeinschaftsaufgabe. Es würde also Geld geben und es würde sich für die regionalen Gebietskörperschaften plötzlich lohnen, etwas für den Artenschutz zu tun, weil es ein festgeschriebenes, überregionales Interesse gibt. International brauchen wir so etwas wie die Pariser Klimakonferenz für den Artenschutz. Und wir brauchen ein neues internationales Artenschutzabkommen – nicht wie bisher, wo es nur um ein paar bedrohte Arten geht. Es geht um die Festschreibung der Biodiversität als insgesamt erhaltenswert und notwendig.

Beruflich arbeite ich viel zur Nachhaltigkeit, wo kommt die bei Ihnen begrifflich vor?

Oft. Nachhaltiges Wirtschaften und Verhalten sind für mich und mein Thema sehr wichtig. Es muss sich endlich auszahlen! Die Externalisierung, also die Auslagerung von Umweltkosten auf die Allgemeinheit, muss aufhören. Ein Konzern, der bei der Produktion seiner Güter – egal ob das Bananen sind oder Computer – die Umwelt schädigt, Luft benutzt, Wasser benutzt, Erde benutzt oder seltene Rohstoffe benutzt, der muss für all diese Naturleistungen mitbezahlen. Das würde dann automatisch dazu führen, dass ökologische Produkte immer preiswerter sind als nicht-ökologische. Und dann könnte man auf die evolutionären Kräfte des Marktes vertrauen, der würde dann das meiste wahrscheinlich regeln – und so auch Ökosysteme und Arten schützen. Aber klar, das ist alles schwierig. Auch, weil wir beim Artensterben über ein Thema reden, das deutlich komplexer ist in seinen Auswirkungen als der Klimawandel.

Wieso? Das müssen Sie erklären. 

Weil es einen Unterschied zwischen Biologie und Physik gibt. Physik ist prognosefähig und Biologie ist es eher nicht – ich spitze natürlich etwas zu. Aber tatsächlich können beim Klima relativ exakte Vorhersagen gemacht werden, etwa zum Treibhausgasanstieg und kommender Erwärmung. Wenn wir aber 50 Fluginsektenarten haben, die einen Apfelbaum bestäuben, und davon sterben 20 aus, dann sind die Folgen unbekannt: Bricht das System zusammen? Oder können die verbleibenden Arten die Arbeit mit übernehmen? Wird der Baum weiter Äpfel tragen? Wir wissen in der Artenfrage nicht, an welchen Stellen die Kipppunkte liegen, welche ausgerottete Art die eine zu viel ist. Wir haben keine Zahl, die mit dem Zwei-Grad-Ziel der Klimaforscher vergleichbar wäre. Und das macht es auch unheimlich schwierig, den Artenverlust und seine Folgen zu kommunizieren.

Ich beobachte eine widersprüchliche Hinwendung zur Natur in der viele entschleunigen, verreisen oder Abenteuer suchen wollen – ohne aber dabei an den Schutz  zu denken. Es gibt aber auch viele neue Graswurzelbewegungen mit klarem Naturbezug. 

Instagram ist voll mit jungen Menschen, die als Individualtouristen um die Welt reisen und mit einem Surfbrett am Strand die Freiheit genießen. Und dann stehen Sie da, nach all den Flügen und den Auto-Abgasskandalen, noch mit einem alten Bully, der größten Umweltsau im Straßenverkehr, die man sich ausdenken kann. Diese Inkonsequenz, die jeder – mich eingeschlossen – zeigt, ist ein Hinweis darauf, dass man nicht nur auf die Kräfte des Marktes und des persönlichen Engagements setzen darf.

Sondern? An welche Kräfte denken Sie?

Da sind eben auch Politik, Unternehmen und Eliten gefordert. Da muss man Naturschutzgesetze haben, die der Individualität Grenzen setzen, wenn sie für die Allgemeinheit schädlich ist. Und da, wo Konsumentenverhalten nicht vernünftig funktioniert, da ist Regelungsbedarf. Keine Frage: Unser Konsumentenverhalten ist wichtig. Aber es kann allein die Probleme nicht lösen. Die Politik muss steuernd mitwirken. Natürlich müssen sich auch die Konzerne verändern. Da beobachten wir Anfänge mit der Verkehrsdebatte, der neuen Konzernstrategie von VW und neuen Antrieben. Und auch beim Klima steigen immer mehr Konzerne ein, berechnen die Risiken in ihren Bilanzen und fordern mehr Klimaschutz. Nur beim Artensterben haben wir noch keine solchen guten Ansätze. Auch deshalb machen wir die Kampagne.

Interview: Torsten Schäfer

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