Fledermäuse – mehr als die kleinen Verwandten von Batman

Schlafende Gäste bitte nicht wecken

flederflügel
(Bild: flickr.com / Michael Pennay / (CC BY-NC-ND 2.0) )

Je milder der Herbst, desto länger bleiben einige Fledermausarten wie der Abendsegler oder die Zwergfledermaus aktiv. Da kann es schon mal passieren, dass Fledermäuse gekippte Fenster mit Gardinen dahinter für ein erstklassiges Versteck halten. Trifft man eine Fledermaus schlafend an, sollte sie keinesfalls geweckt werden. Den unerwünschten Besucher wird man am schnellsten wieder los, in dem man das Fenster am Abend geöffnet lässt. Zum nächtlichen Jagen wird sie wieder ausfliegen. „In den folgenden Tagen sollte allerdings das Fenster geschlossen bleiben, damit die Fledermaus nicht wiederkommt und im eigenen Schlafzimmer ihr Winterquartier aufschlägt“, weiß Fledermausexperte Wolf Emmer.

Wenn sich eine verletzte Fledermaus doch einmal in eine Wohnung verirrt, sollte man sie in einem Baumwollküchenhandtuch fangen, in eine Kiste mit Luftlöchern setzen und einen Tierarzt oder einen Fledermausexperten verständigen. Zusätzlich wäre es gut, wenn der Fledermaus etwas zu trinken angeboten wird. Dazu kann ein Papiertuch in Wasser getränkt und zu der Fledermaus in die Box gelegt werden. So kann sie sich selbstständig mit Flüssigkeit versorgen.

Eine Regel ist dazu noch zu beachten: Findet an eine verletzte Fledermaus, sollte der Finder sie nicht anfassen. „Man könnte Krankheiten auf sie übertragen beziehungsweise sie auf den Menschen“, erklärt Emmer. Daher sind Handschuhe ein guter Schutz für beide. Fledermäuse empfinden es nämlich als Angriff, wenn sie berührt werden, weiß der Fledermausexperte aus Erfahrung.

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