Flussbrutalismus

Ein klares Rauschen liegt in der Luft. Hier, ein kleines Stückchen unterhalb der Mühltalstraße, die Darmstadt-Eberstadt mit Nieder-Ramstadt verbindet, befinden sich die Ausläufe der heimischen Streuobstwiesen. Apfelbäume, satte Wiesen, zwei Pferde – daneben: die Modau. An dieser Stelle hat sie Gefälle, wird von Eberstädter*innen liebevoll als kleiner Wasserfall bezeichnet. Steil ist er nicht, als Wahrzeichen und beliebter Ort zum Verweilen dafür umso geschätzter. Inmitten dieser Idylle beginnt hier, ein paar Meter flussabwärts, die Modaupromenade. Die Strecke zieht sich einmal quer durch das gesamte Stadtgebiet, ungefähr drei Kilometer lang.
Die Gersprenz – zurück zum Ursprung

Die Flussreportage ist eine Reise, auf der ich die Gersprenz als Fließgewässer porträtiere und an verschiedenen Stationen Halt mache.
„Wir müssen die Zusammenhänge für alle sichtbar machen“

KLIMA° vor acht fordert „Primetime fürs Klima“. Der Verein will die Berichterstattung zur Klimakrise neu denken. Deshalb haben sie ein Fernsehformat für die Öffentlich-Rechtlichen umgesetzt – es soll zeigen, wie Klimajournalismus gelingen kann. Ein Gespräch mit Friederike Mayer und Norman Schumann.
„Wir halsen der jungen Generation die Verantwortung für unsere Versäumnisse auf” – Ein Interview mit der Umweltjournalistin Tanja Busse

von Jessica Gnann
Torsten Schäfer: „Die Modau gibt es über 15.000 Mal in Deutschland“

Fischsterben in der Oder, historische Pegeltiefstände im Rhein, brennende Wälder in der Sächischen Schweiz – der Wert des Wassers ist selten so in den gesellschaftlichen Fokus gerückt, wie im Sommer 2022. Welche Rolle bei solchen Umwelttragödien der unscheinbare Fluss von nebenan spielt und wieso man sich der Faszination Wasser öffnen sollte, zeigt eine Veranstaltungsreihe vor den Toren Darmstadts auf.
Transformation und Wiederverortung angesichts Klimanotstand und Artensterben

Artenstreben und Klimanotstand fordern vom Journalismus und dessen Theorie ein, sich Ort, Landschaft und Natur mit neuen Ethikkonzepten, Rollenbildern und Sprachgewohnheiten zu öffnen. Dieser Essay skizziert Handlungsbedarfe für Medieninhalte und Theoriebildung. Impulse für die Zukunft werden abgeleitet aus medienethnografischen Forschungen zu indigenen und traditionellen Klimanarrativen in Skandinavien.